Kleine Mücken mit großer Wirkung
„Bis jetzt sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen und können nur hoffen, dass wir so in den Winter hinein kommen“, sagt und hofft Dr. Christian Marquardt. Im Referat Tiergesundheit am Stuttgarter Agrarministerium (MLR) kümmert er sich um die Eindämmung und Bekämpfung von Tierseuchen. Anders als in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zeigten die Viren hierzulande „nicht die Klinik, die wir befürchtet haben.“ Womöglich seien nur wenige Blauzungenviren im Umlauf, sagt Marquardt auf Anfrage von BWagrar.
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Am gestrigen Donnerstag gab es - bestätigt durch die Untersuchungen am Friedrich Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems, 38 an der Blauzungenrankheit erkrankte Rinder und Schafe im Südwesten. Am Nachmittag waren es bereits 44. Dazu kamen neun Verdachtsfälle, deren Blutproben untersucht würden. Fünf bis zehn erkrankte Schafe seien inzwischen verendet. „Wir haben es mit einem Geschehen zu tun, dessen Halbwertszeiten kurz sind.“ Die Zahlen über Blauzungen kranke Rinder und Schafe könnten sich stündlich ändern. Ob sich die Krankheit weiter ausbreitet, hängt laut Marquardt von der Witterung in den nächsten Wochen ab. „Es könnten noch einige Fälle dazu gekommen“, mutmaßt er. Um die Verschleppung der Blauzungeviren...
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