
ARNOLD – die frühe Sojabohne mit amtlich bestätigter Ertragsstärke
Frühe Reife im Sojaanbau: Wie lassen sich Ertragssicherheit und vitale Bestände unter wechselnder Witterung vereinen?
Die Karotte ist – nach der Tomate – das zweitbeliebteste Gemüse in Deutschland. Etwa 10 kg werden von dem Wurzelgemüse hierzulande im Jahr pro Kopf verzehrt. Kein Wunder, enthalten Karotten doch neben zahlreichen Vitaminen auch Eisen und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Obendrein ist die Möhre oder Gelbe Rübe, wie die Karotte auch genannt wird, ein in der Küche sehr vielseitig einsetzbares, schmackhaftes Gemüse, das es in vielen Sorten gibt.
Diese Vielzahl an Karottensorten unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Reifedauer, Farbe, Form, Größe und Geschmack. Frühe Sorten haben eine vergleichsweise kurze Reifedauer von etwa 60 bis 90 Tagen. Mittelfrühe Sorten wie die leuchtend orangene ‘Milan’ benötigen von der Aussaat bis zur Reife etwa 100 bis 120 Tage und sind vor allem für den Frischverzehr gedacht. Als mittelspät werden Sorten bezeichnet, die in 120 bis 140 Tagen reifen, wie zum Beispiel ‘Chanteney’. Sie eignen sich auch für die Lagerung. Die klassischen Lagerkarotten sind späte Sorten wie ‘Robila’, die eine Reifedauer von 140 bis 190 Tagen aufweisen.
Der bei uns häufigste und sortenreichste Farbtyp ist orange (zum Beispiel ‘Nantaise’ oder ‘Ochsenherz’). Es gibt aber auch rote (’Chanteney rouge’), violette (’Purple dragon’), weiße (’Kuettiger Ruebli’) oder gelbe (’Jaune du Doubs’) Sorten. Sorten wie ‘Amsterdamer Treib’ oder ‘Amsterdam 2’ haben lange, spitz zulaufende Wurzeln. Die Karotte ‘Dolciva’ läuft eher stumpf aus und ist zylindrisch geformt. Die beiden frühen Sorten ‘Pariser Markt’ und ‘Duwicker’ zählen zu den kleinen runden beziehungsweise kegelförmigen Typen. Sie eignen sich aufgrund ihrer Größe auch für den Anbau in Töpfen oder auf dem Balkon. Die samenfeste, aus biologisch-dynamischer Züchtung stammende Sorte ‘Rodelika’ zeichnet sich durch einen besonders guten Geschmack aus. Neben der Sortenwahl haben allerdings auch Standortbedingungen und die Wasserversorgung Einfluss auf den Geschmack.
1Karotten werden direkt ins Beet gesät. Die Aussaat erfolgt sortenabhängig von Mitte März bis Mitte Juli. Lagermöhren werden eher spät (ab Mitte Mai) gesät, Möhren für den Frischverzehr kommen früher ins Beet. Sehr frühe Sorten können – in milden Regionen – bereits ab Ende Januar, Anfang Februar ins Beet gesät werden. Die Aussaat erfolgt in Reihen (Abstand 20–25 cm), um das spätere Hacken und Jäten (oder Mulchen) zu erleichtern. Für eine möglichst gleichmäßige und nicht zu dichte Aussaat kann das Saatgut mit trockenem Sand gemischt werden.
Eine Hilfe ist es auch, ein paar Samen der schnell keimenden Radieschen in die Saatrille zu geben. Sie fungieren als Reihenmarkierer für die langsam auflaufenden Karotten. Durch die Ernte der reifen Radieschen wird die Karotten-Reihe automatisch ausgedünnt. Der Abstand zwischen den einzelnen Karotten sollte etwa 5 cm betragen, zu eng stehende Pflänzchen werden am besten per Hand gezogen, damit die anderen genug Platz für das Wurzelwachstum haben.
Der ideale Boden für Karotten ist locker, sandig-lehmig, tiefgründig und steinfrei, damit die Pflanzen schöne, gerade Wurzeln ausbilden können. Mit schweren, stark lehmigen Böden und Bodenverdichtungen kommen sie schlecht zurecht. Hier empfiehlt sich eine Aufbesserung des Gartenbodens mit Sand und Kompost oder die einfache Anlage eines „Sandkastens“ für den Möhrenanbau: aus vier Brettern wird ein etwa 30 cm hoher Holzrahmen gebaut, der auf das Beet oder auf umgestochenen Boden gesetzt wird. Dieser Rahmen wird mit einer Mischung aus knapp 2/3 (gesiebter) Gartenerde, 1/3 gut ausgereiftem Kompost und etwas Sand gefüllt. Falls vorhanden, können die Möhren alternativ auch ins Hochbeet ziehen.
Grundsätzlich profitieren die Möhren als „Mittelzehrer“ von einer guten Nährstoffversorgung im Beet, reagieren aber sehr empfindlich auf Überdüngung. Das Beet sollte nie mit frischem Mist, sondern immer nur mit reifem Kompost gedüngt werden. Eine hohe Salzkonzentration in stark gedüngten Böden verätzt die zarten Wurzeln der Karotten und hemmt das Wachstum.
Möhren haben keinen hohen Wasserbedarf, benötigen jedoch – nicht nur zum Keimen – eine gleichmäßige Feuchteversorgung. Insbesondere in trockenen Sommern also regelmäßig gießen. Auch eine zwischen den etwa fausthohen Pflanzen ausgebrachte Mulchschicht aus Stroh oder anderem organischen Material hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unterdrückt den Aufwuchs von Beikräutern. Die zarten Karottenpflänzchen sind nicht besonders konkurrenzstark und benötigen für eine gute Entwicklung ausreichend Standraum und von Anfang an regelmäßiges Unkrautjäten.
2Das Einhalten ausreichender Anbaupausen ist die beste Voraussetzung für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Karotten und andere Doldenblütengewächse wie Pastinake und Sellerie sollten nur alle vier, fünf Jahre auf dem gleichen Beet stehen. Idealerweise waren im Vorjahr Kulturen im Beet, die den Boden gut durchwurzelt und beschattet haben (zum Beispiel Gründüngung wie Phacelia oder Kartoffeln). Das senkt den Unkrautdruck im Möhren-Anbaujahr. Ebenfalls als Vorkultur – oder als Nachkultur von frühen Möhren – eignen sich Spinat und Feldsalat. Typische und gute Mischkulturpartner sind Zwiebelgewächse wie Lauch, Knoblauch oder Gemüsezwiebel. Aber auch Erbsen, Buschbohnen und verschiedene Salate sind geeignete Beetnachbarn für die Karotte.
Späte Möhren sollten für eine optimale Lagerfähigkeit möglichst lange im Boden bleiben. Färben sich die Blattspitzen gelb oder rot, beginnt der Erntezeitraum. Die Lagerkarotten werden ungewaschen und mit eingekürztem Laub (auf etwa 5 cm) in Sand eingeschlagen und an einem kühlen, frostfreien Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit eingelagert. Wer keinen geeigneten Keller hat, kann die Möhren auch in einer Erdmiete im Garten (zum Beispiel in einer alten Waschtrommel) lagern.
Zum Schutz gegen Frost sollte die Erdmiete nach oben mit Stroh, Heu oder Erde abgedeckt werden. Es sollten nur unbeschädigte, gesunde Rüben eingelagert werden. Sind die Karotten für den Frischverzehr bestimmt, können sie laufend geerntet werden, sobald sie eine ausreichende Größe erreicht haben. Dies ist nach etwa drei bis vier Monaten der Fall. In der Küche ist die Karotte vielseitig einsetzbar. Sie schmeckt als Rohkostsalat genauso wie in Olivenöl in der Gemüsepfanne angebraten. Auch das Möhrengrün ist essbar und kann als Würzbeigabe für Suppen und Eintöpfe verwendet werden oder für ein leckeres Pesto.
Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge beugt insbesondere dem Auftreten von Pilzkrankheiten oder Wurzelschäden durch Nematoden (Fadenwürmer) vor. Dennoch kann es auch im Karottenbeet immer wieder zu Problemen mit Schädlingen oder Krankheiten kommen.
Ein häufiger Schädling ist die Möhrenfliege (Psila rosae), deren erste Generation ab Mitte Mai fliegt. Die zweite Generation schlüpft ab Mitte August und kann vor allem für Lagermöhren zum Problem werden. Die Fraßgänge der Larven können starke (Fäule-)Schäden an den Karotten verursachen und bis zum Absterben führen. Eine gewisse, vorbeugende Wirkung haben Zwiebeln als Mischkulturpartner, ihre Ausdünstungen irritieren die Möhrenfliege. Zuverlässiger und zugleich gegen die Zwiebelfliege wirksam ist ein Kulturschutznetz. Allerdings wirkt das Netz nur dann, wenn die Anbaupausen eingehalten und im Vorjahr keine Karotten oder andere Doldenblütler auf dem Beet angebaut wurden, da die Puppen der Möhrenfliege im Boden überwintern. Da der Schädling es besonders auf junge Möhren abgesehen hat, hilft auch ein früher (März) oder später (Juli) Aussaattermin.
Ein feinmaschiges Schutznetz hält zusätzlich verschiedene Lausarten von den Karotten fern. Bei einem Befall mit Wurzelhalsläusen hilft außerdem eine regelmäßige Bodenbefeuchtung – man sollte auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Wollen die Karotten nicht richtig wachsen, bleiben mickrig und kümmern vor sich hin, kann das an der oben beschriebenen Reaktion auf Überdüngung liegen. Karotten mögen keine hohe Konzentration an (Dünge-)Salzen im Boden. Im Zweifelsfall kann eine Bodenprobe Aufklärung bringen.
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