Igelsichtungen melden
Die bundesweite Mitmachaktion kann dabei helfen, mehr über ihre Anzahl und ihre Wanderwege zu erfahren, aber auch über Gefahren. Deshalb ist es wichtig, auch überfahrene Igel zu melden. „Der Herbst ist für Igel eine wichtige Zeit. Jetzt müssen sie genügend Futter finden, um den Winterschlaf bis zum Frühjahr zu überstehen. Kommt der Frost, legen Igel ein sicheres Winternest in einer Erdmulde, unter Hecken oder Reisig- und Laubhaufen an und schlüpfen bei Dauerfrost in ihr Versteck“, sagt Nabu-Artenschutzreferentin Alexandra Ickes. Leider sind Igel durch den Verlust an Lebensraum und Gefahren wie Straßenverkehr und Mähroboter zunehmend bedroht. „Damit die stacheligen Säugetiere bei uns genügend Insekten und Regenwürmer finden, müssen sie sicher und frei durch möglichst naturnahe und vielfältige Gärten und Parks streifen können“, erklärt Ickes.
Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist die auch im Südwesten heimische Igelart. Er zählt mit Maulwürfen und Spitzmäusen zur Ordnung der Insektenfresser. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie kommen mit zwölf bis 25 Gramm und rund 100 kleinen Stacheln zur Welt. Später werden Igel, je nach Alter und Geschlecht, zwischen 20 und 30 Zentimeter groß und wiegen ausgewachsen etwa 800 bis 1500 Gramm. Später umgibt sie ein Stachelkleid mit bis zu 8000 Stacheln. Igel sehen schlecht, riechen und hören aber sehr gut.
