Einer aktuellen Umfrage des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen zufolge werden jedem zweiten Patienten beim Arztbesuch Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGeL, angeboten. Da sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, müssen sie vom Patienten privat bezahlt werden. Der diagnostische oder therapeutische Nutzen ist allerdings oftmals fraglich. Nach einer Analyse des Spitzenverbandes von 37 angebotenen Leistungen sind fast die Hälfte der Untersuchugen mit „negativ" oder „tendenziell negativ" zu bewerten. 13 schnitten mit „unklar" und nur vier mit „tendenziell positiv" ab. Auf jeden Fall sollten sich Patienten vor einer IGeL-Untersuchung vom Arzt umfassend über die Leistung, die Vor- und Nachteile sowie...