Obwohl es an Regeln zur Geheimhaltung von Patientengeheimnissen nicht mangelt, stellte die Stiftung Warentest bei einer Stichprobe in 15 von 30 Arztpraxen Lücken im Datenschutz fest – teils leichte, teils sogar gravierende. Bei Anrufen gaben Mitarbeiter medizinische Daten von anderen Patienten preis, Praxismitarbeiter sprachen vor Dritten über Patienten und deren Krankheiten und Arztpraxen versandten sensible Daten per E-Mail. Die Stiftung Warentest nahm zu 30 Hausärzten Kontakt auf: Zehn besuchten die Tester persönlich, zehn riefen sie an und zehn schrieben sie E-Mails. In der Hälfte der Fälle stießen sie auf Datenlecks. In drei von zehn besuchten Praxen konnten die Wartenden Intimes mithören. Einmal ging es zum Beispiel um eine...