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Aus der Forschung

Mit Hopfen gegen Krebs

Der renommierte Sebastian-Kneipp-Preis, dotiert mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro, geht in diesem Jahr zur Hälfte an eine gemeinsam von der Wissenschaftsförderung der deutschen Brauwirtschaft und Unternehmen der deutschen Hopfenwirtschaft unterstützte Forschergruppe aus Tübingen. Dr. Christian Busch und Dr. Dr. Sascha Venturelli erhalten die Auszeichnung für ihre klinisch onkologische Forschung mit bioaktiven Nahrungsinhaltsstoffen.
Veröffentlicht am
Rueß

Bei der Vergabe des Preises haben neben den Arbeiten der Forscher mit Vitamin C, Resveratrol oder Kaempferol auch deren Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Hopfen- bzw. Bier-Inhaltsstoffe (6-Prenylnaringenin und 8-Prenylnarigenin) eine wesentliche Rolle gespielt.

Die Tübinger Arbeitsgruppe identifizierte und charakterisierte erstmals einen für die Krebstherapie äußerst interessanten epigenetischen molekularen Wirkmechanismus für die sowohl in der Nahrung, aber auch in Heilpflanzen vorkommenden Polyphenole bzw. Flavonoide Kaempferol, Resveratrol, 6-Prenylnaringenin und 8-Prenylnaringenin. Sie konnten aufzeigen, dass diese natürlichen Wirkstoffe, welche auch in Hopfen oder Weintrauben vorkommen, die in aggressiven Tumorzellen oft deregulierte Enzymfamilie der Histondeacetylasen in ihrer Funktion hemmen und so das Tumorwachstum nachhaltig unterbinden.

Die zweite Hälfte des Forschungspreises ging an die Berner Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jürg Gertsch, die für Erkenntnisse zur entzündungshemmenden Wirkung von Ingwer geehrt wurde. Die Preise überreichte Dr. Hans Horst Fröhlich, erster Vorsitzender der Kneipp-Stiftung, im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung im historischen Sebastianeum in Bad Wörishofen.

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