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Anbautipps

Fünf Tipps für tollen Bio-Mais

Mais verlangt Landwirten einiges ab, will mit Stickstoff überhäuft werden und ohne Konkurrenz zu Unkraut aufwachsen. Gelingt das im Ökolandbau? „Natürlich“, sagt Dr. Thorsten Haase vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, „aber nur, wenn der Landwirt voll bei der Sache ist.“ Der Fachmann gibt fünf Ratschläge, wie das gelingt.

Veröffentlicht am
Öko-Mais in Frankenhausen nach dem Hacken.
Öko-Mais in Frankenhausen nach dem Hacken. J. Klein
  1. Vorfrucht: Vor Mais gehört Stickstoff in den Boden. Diese Aufgabe übernimmt Kleegras als Vorfrucht. Die Futterkultur räumt zudem Unkräuter und Distelnester aus und hinterlässt einen sauberen Boden, wenn das Gras drei- bis viermal geschnitten wird.
  2. Saat: In warmen Regionen Ende April, in kühleren Gebieten Anfang Mai den Mais in den Boden bringen. Entscheidend: eine gleichmäßige Saatgut-Ablage in 6 bis 8 Zentimetern Tiefe. Liegen Körner nicht in gleicher Tiefe, gehen sie ungleichmäßig auf – mechanische Unkrautbekämpfung ist dann unmöglich.
  3. Striegeln: Unbedingt blind striegeln vor dem Aufgang! Der Striegel zerschneidet feine Unkrautfäden, die in der Sonne vertrocknen. Voraussetzung ist ein gleichmäßiger Aufgang der Saat, da sonst erste Maiskeimblätter Schaden nehmen.
  4. Hacken: Nach dem Aufgehen den Mais regelmäßig hacken, um die Reihen sauber zu halten. Mit einer GPS-gesteuerten Hacke steigt die Präzision deutlich.
  5. Häufeln: Häufeln begräbt Unkräuter zwischen den Pflanzen, wenn der Mais etwa 40 Zentimeter hoch ist. Wichtig: Die assimilierenden Blätter in Höhe von rund 10 Zentimetern nicht begraben. Zum Häufeln eignen sich Geräte aus dem Kartoffelanbau oder Hackgeräte, an denen Leitbleche angebracht wurden.
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