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Land- und Baumaschinenmechatroniker

Glückwunsch zum Gesellenbrief

Ende Februar wurden acht jungen Frauen und 128 jungen Männern die Gesellenbriefe zum Land- und Baumaschinenmechatroniker verliehen. Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler gratulierte den Absolventen zum erfolgreichen Abschneiden nach dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit.
von VdAW Erschienen am 24.03.2026
136 Gesellinnen und Gesellen des Land- und Baumaschinenhandwerks freuten sich Ende Februar über ihren erfolgreichen Abschluss. © VdAW/Thomas Gottuck Fotografie

Der Landesinnungsmeister gab den 136 Junggesellinnen und Junggesellen ein Zitat von Mark Twain mit auf den Weg: „Gebt jedem Tag die Chance, der schönste eures Lebens zu werden.“ Der Tag der Freisprechung sei solch ein besonderer Moment, an dem sie sich feiern lassen dürften. Er betonte zudem, dass es nicht den einen perfekten Weg gebe, sondern nur den eigenen, den jede und jeder selbst gestalte – beruflich wie privat. Wer einen Beruf ausübe, der Freude bereite, steigere zugleich auch seine Lebensqualität.

Plädoyer für ein starkes Handwerk

Festredner des Nachmittags war Ralf Rothenburger, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Er machte deutlich, dass sich die jungen Fachkräfte für einen zukunftsweisenden Beruf entschieden hätten. Das Handwerk sei eine der wichtigsten und zugleich spannendsten Branchen. Ohne Handwerk seien zentrale Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Klimaschutz oder Digitalisierung nicht zu bewältigen. Gerade der Beruf der Land- und Baumaschinenmechatronikerinnen und -mechatroniker stehe sinnbildlich für die Verbindung neuer digitaler Technologien mit bewährter handwerklicher Kompetenz. Mut zu neuen Wegen sei ebenso gefragt wie das Gespür für Bewährtes. Moderne Land- und Baumaschinen seien hochkomplexe Systeme mit Sensorik, Steuerungstechnik und intelligenter Vernetzung.

Doch trotz Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz brauche es weiterhin den Menschen, der höre, rieche und fühle, wenn etwas nicht stimmt – und im Zweifel auch beherzt zupacke, betonte Rothenburger. Die jungen Gesellinnen und Gesellen trügen Verantwortung weit über die Werkstatt hinaus. Sie sicherten Ernten, ermöglichten Bauvorhaben und hielten die Infrastruktur am Laufen. Darauf dürften sie mit Recht stolz sein, so der Handwerkskammer-Präsident.

Er forderte die neuen Fachkräfte zudem auf, den Leitsatz „Man lernt nie aus“ im Blick zu behalten und die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu nutzen. Vielleicht entschieden sich einige Gesellinnen oder Gesellen später für die Meisterqualifikation und geben das eigene Wissen an die nächste Generation weiter oder führen einen eigenen Betrieb. „Mit dem Gesellenbrief in der Hand stehen Ihnen alle Wege offen. Bleiben Sie neugierig. Bleiben Sie mutig. Und bleiben Sie Ihrem Beruf und unserem Handwerk verbunden“, schloss Rothenburger seine Ansprache.

Stein für Stein zum Berufsabschluss

In einer Talkrunde, moderiert von Kurt Ziegenhagel, stellvertretender Obermeister der Innung der Land- und Baumaschinenmechatroniker Ulm, berichteten die Junggesellin Katrin Schäfer sowie die Junggesellen Luca Schmeh und Peter Rößle von ihrer spannenden Ausbildungszeit und davon, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind und welche Erfahrungen sie während der Lehre gesammelt haben.

Ziegenhagel verglich die Ausbildung mit dem Bau eines Hauses: Das Fundament bilde der Schulabschluss, während in der Ausbildung die ersten Mauern entstünden, und manchmal habe auch am Fundament noch etwas nachgebessert werden müssen. In diesem Zusammenhang dankte er insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern der Max-Eyth-Schule für ihre wichtige Arbeit. Mit dem Erreichen des „Daches“ leitete er zur Frage über, wie es beruflich nun weitergehe. Die drei Talk-Gäste möchten zunächst weitere Erfahrungen in der Berufspraxis sammeln und bleiben in ihren Ausbildungsbetrieben. Katrin Schäfer und Luca Schmeh streben eine Weiterbildung an und denken bereits über die Meisterqualifikation nach.

Die feierliche Übergabe der Gesellenbriefe begleiteten rund 500 Gäste, darunter Eltern, Großeltern, Freundinnen und Freunde, Ausbilder sowie Ehrengäste, mit großem Applaus.

Ehrungen für besondere Leistungen

Die Vertreter der Max-Eyth-Schule zeichneten 17 Gesellinnen und Gesellen mit einer Belobigung und 23 weitere mit einem schulischen Preis aus. Die drei Gesellen mit den besten Abschlüssen wurden für ihre herausragenden Leistungen mit weiteren Preisen ausgezeichnet. Den dritten Platz belegte Daniel Schele vom Ausbildungsbetrieb BAG Allgäu-Oberschwaben aus Bad Waldsee. Den zweiten Platz sicherte sich Meiko Eberspächer vom Ausbildungsbetrieb Staufen Baumaschinen aus Göppingen. Mit über 94 Punkten erreichte Niklas Thanner von der Max Wild GmbH aus Berkheim den ersten Platz.

Dann wurde es still im Saal. Die Auszubildenden erhoben sich von ihren Plätzen und der Prüfungsausschussvorsitzende Karl Heinz Wöger sprach sie feierlich von ihren Pflichten frei und erhob sie mit den folgenden Worten in den Gesellenstand: „Tragt zur Ehre unseres Berufstandes bei, indem ihr mit Freude Aufgaben im Beruf, in der Familie und der Gesellschaft erfüllt. Ich wünsche euch Glück und Zufriedenheit. Helft mit, den Frieden und die Freiheit in unserem Land zu bewahren.“

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