Nach Waldbränden, einem Borkenkäferbefall oder anderen Schädigungen sollte in den betroffenen Wäldern nicht aufgeräumt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam um Dr. Simon Thorn von der Universität Würzburg. Bisher sei es gängige Praxis, die Folgen solcher „Störungen" zu beseitigen, also beschädigte Bäume schnellstmöglich zu ernten. Vom Borkenkäfer befallene Fichten würden ebenso aus dem Wald geholt wie verdorrte Buchen oder von Stürmen zu Boden geworfene Bäume. „Diese Praxis ist aber eine zusätzliche Störung, die sich negativ auf die biologische Vielfalt auswirkt", erklärte Thorn. Bei Aufräumaktionen entstünden Bodenverletzungen, Totholz werde zum Großteil entfernt und Strukturen wie hochgeklappte Wurzelteller...