Schief, unausgewogen und deshalb höchst bedrohlich kommt das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur daher, dem „Gemeinsamen Markt Südamerikas". Die EU und die Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay haben sich nach über zwei Jahrzehnten Ende Juni geeinigt. Bereits 1995 hatten sie ein Assoziationsabkommen unterzeichnet. Während die Industrie, vorne dran die Auto-Lobby, in höchsten Tönen jubelt, sieht sich die Land- und Agrarwirtschaft Billig-Importen schutzlos ausgeliefert (BWagrar 27, Seite 9). Schief, einseitig ist das Ergebnis der Handelsgespräche. Nicht, weil sie den schrittweisen Abbau von 91 Prozent der Zölle auf Produkte aus der EU nach Südamerika und von 92 Prozent aus dem Mercosur nach Europa vorsehen. Auch nicht, weil...