BWagrar: Frau Dr. Richter, wie beurteilen Sie den Nutzen der Ferkelwäsche? In welchen Situationen empfehlen Sie das Reinigen des Schweinenachwuchses? Richter: Für eine stetige Verbesserung des Tiergesundheitsstatus und der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes schauen die Betriebe heute zunehmend nach wirksamen Alternativen. Hierzu zählt auch das Waschen der Ferkel. Insbesondere ist die Ferkelwäsche dann sinnvoll, wenn es in einem Betrieb Probleme mit sogenannten Hautbesiedlern gibt. Das sind Keime, die auf der Haut und den Schleimhäuten vorkommen. Bei Verletzungen der Haut können die Keime in den Tierkörper eindringen. Sie können dann zum Beispiel Blutvergiftungen (Sepsis), Gelenksentzündungen (Streptokokkenarthritis), Ferkelruß...