Gekeimte Unkräuter, Ausfallgetreide oder Ausfallraps sollten in Raps- und Getreidestoppeln mechanisch durch eine flache Bodenbearbeitung bekämpft werden. Gegenüber der Behandlung mit einem Totalherbizid hat das den Vorteil, dass noch im Boden liegende Samen zum Keimen angeregt werden. So kann mit einer zweimaligen Bodenbearbeitung innerhalb von zwei bis drei Wochen nachhaltig der Samenvorrat im Oberboden verringert werden. Auf Standorten mit sehr schweren Böden und wo ein hoher Quecken- oder Windenbesatz vorliegt sollten Herbizide bevorzugt werden. Hinweise zur Anwendung von Herbiziden nach der Ernte und vor der Saat finden Sie im Merkblatt „Integrierter Pflanzenschutz 2017" in der Tabelle 4 auf Seite 12.