Der Habicht ist ein Pirschjäger: Jede sich bietende Deckung, jeden Busch, jedes Grasbüschel nutzend, überfällt der Kurzstreckensprinter unter den Greifvögeln seine Beute wie Tauben oder Kaninchen. In der Falknerei – der Habicht ist einer der beliebtesten Beizvögel weltweit – hatte er einst den Spitznamen „le cuisinier", der „Küchenmeister", weil gut trainierte Habichte durchaus in der Lage waren, eine ganze Familie über den Winter mit frischem Fleisch zu versorgen. Der Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten e. V. geht aktuell von einem Brutpaarbestand von etwa 16.000 Paaren in Deutschland aus. Der einstige Waldbewohner erschließt sich zunehmend den urbanen Lebensraum und geht dort auf Taubenjagd, um seine...