Vielen in der Produktion und Verarbeitung von Milch „brennt der Kittel". Diese Redensart drängt sich angesichts der verschiedenen, teils diffusen Äußerungen zum Geschehen am Milchmarkt in den vergangenen Wochen auf. Bundesweit lag der Erzeugerpreis im April durchschnittlich rund neun Cent oder ein Viertel unter dem Vorjahr. Im Land beträgt das Minus rund 21 Prozent. Und im Mai gab es gar noch weniger Milchgeld. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen wächst. Viele Betriebe legen drauf. Sie sorgen sich zunehmend um ihre Existenz. „Nicht hausgemacht", meinen die einen. „Mitverantwortung" fordern die andern. Wenn es nur so einfach wäre. Die Ursachen sind so vielfältig wie mögliche Maßnahmen, die sich in der Summe positiv auf die Marktlage...