Das 1000 Bullen Genom-Projekt
Mit einem internationalen Kooperationsprojekt, dem „1000-Bullen-Genom-Projekt“, soll die Züchtung spezifischer Merkmale bei Fleisch- und Milchrindern vereinfacht werden, um damit Gesundheit, Wohlergehen und Produktivität der Tiere zu verbessern. Die Resultate der ersten Projektphase – basierend auf der Sequenzierung der Gesamtgenome von 234 verschiedenen Zuchtbullen mit einer zweistelligen Millionenanzahl an Nachkommen – wurden gerade in der Zeitschrift „Nature Genetics“ veröffentlicht.
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Wie die Forscher erläutern, könnten Zuchtprogramme von diesen Daten profitieren, weil damit Erbgutdefekte verringert oder ausgeschlossen werden können, was nicht nur den Ertrag in der Milch- und Fleischerzeugung verbessert, sondern auch das Wohlergehen der Tiere fördert. Die Zuchtbullen, deren Genome sequenziert und analysiert wurden, decken die vier kommerziell wichtigsten Rassen in der Rinderzucht ab. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) steuerten Daten von 43 Zuchttieren der Fleckvieh-Rasse bei, die sich von ihrem Ursprung im Bayerischen Alpenraum inzwischen auf allen Kontinenten ausgebreitet hat. Weltweit wird die Fleckvieh-Population bei Milchkühen auf 40 Millionen geschätzt. In der Population der weit...
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